„Als Unternehmer sollte man nicht Opfer sein, sondern Täter.“

„Vermögensaufbau mit der richtigen Steuerstrategie. Lernen, wie die Großen zu denken. Nicht länger Opfer sein des Systems.“ Drei von vielen Thesen, die der Steuerberater Johann C. Köber einst zu Papier brachte – und die längst zum Bestseller geworden sind.
„Steuern steuern“ gibt eine Richtung vor, wie man transparent, legal und professionell Vermögen aufbauen kann. Auch wenn es schon einige Jahre im Buchregal steht, hat es nie an Aktualität verloren.

„Vermögensaufbau mit der richtigen Steuerstrategie. Lernen, wie die Großen zu denken. Nicht länger Opfer sein des Systems.“ Drei von vielen Thesen, die der Steuerberater Johann C. Köber einst zu Papier brachte – und die längst zum Bestseller geworden sind. „Steuern steuern“ gibt eine Richtung vor, wie man transparent, legal und professionell Vermögen aufbauen kann. Auch wenn es schon einige Jahre im Buchregal steht, hat es nie an Aktualität verloren.

Herr Köber, Ihr Buch „Steuern steuern“ wurde 2013 veröffentlicht und ist heute noch ein Klassiker. Was war Ihre Motivation, dieses Buch zu schreiben?

Ursprünglich wollte ich für unsere Mandanten eine Broschüre schreiben, warum wir es so machen, wie wir es machen. Ich dachte, ich schreibe das zusammen, so auf zwei bis vier Seiten, damit unsere Mandanten das verstehen. Aber aus dieser Broschüre ist dann immer mehr geworden. Und irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, das als Buch herauszugeben. Daran habe ich drei Jahre gearbeitet …

… und Sie hätten niemals gedacht, dass daraus ein Bestseller wird, oder?

Na ja, ich habe halt meine Gedanken aufgeschrieben und unsere Mandanten waren mit diesen Tipps schon sehr erfolgreich. Aber den Text wollte kein Verlag haben. Ich bin da überall rumgerannt und habe versucht, einen Verlag zu finden. Letztendlich habe ich die ersten 1000 Stück dann selbst bei einer Druckerei in Auftrag gegeben. Und als diese dann in weniger als einem Jahr verkauft waren, ohne dass ich Werbung dafür gemacht hatte oder sie im Buchhandel erhältlich waren, kamen die Verlage auf mich zu und haben die weiteren Auflagen übernommen.
Gehen wir mal ins Detail: Man hat manchmal das Gefühl, dass auf jedem Flohmarkt mehr verhandelt wird als dort, wo es um wirklich viel Geld geht. Warum sind viele Menschen beim Thema Steuern so zurückhaltend?

Viele glauben halt nicht, dass man da überhaupt etwas machen kann. Steuern und der Tod sind die zwei Konstanten im Leben. Die meisten Leute denken: Da kann man nichts machen, das muss man halt bezahlen. Auch viele Steuerberater sagen, da gibt es keine Möglichkeiten. Und ich gehe da halt ganz anders vor.

„Haben wir zu viel Angst vor dem Finanzamt? Geben wir zu schnell auf?“

Viele Menschen nehmen das tatsächlich einfach so hin. Ich nenne das immer die Opfer des Steuersystems. Und gerade als Unternehmer soll man ja nicht Opfer sein, sondern Täter. Man sollte sich ganz genau überlegen, wie man seine Steuern gestaltet. Der Staat hat ja diese Steuergesetze nicht zufällig so gemacht. Der Staat will die Bürger zu einem gewissen Verhalten lenken. Die Steuergesetze haben auch eine Lenkungsfunktion. Und es ist kein Zufall, dass Firmen weniger Steuern zahlen als natürliche Personen. Man soll ja diese Gesetze und Möglichkeiten nutzen. Nur wenn man da Laie ist und keiner zeigt diese Möglichkeiten auf, dann ist man halt hilflos. Und das habe ich festgestellt in meiner Arbeit. Die Großen haben ihre eigenen Steuerabteilungen, den Kleinen aber hilft keiner. Das ist die Lücke, die dieses Buch schließt.

„Mandanten sagen oft zu mir: Ich habe zwar einen Steuerberater, aber der berät überhaupt nicht.“

Ich möchte gerne Vermögen aufbauen, ich bin einer von den Kleinen. Ohne dem Buch zu viel vorweg zu nehmen: Wie schaffe ich das?

Es gibt ja in Deutschland zwei Steuersysteme. Es gibt eines für Menschen, aber da bezahlt man immer mehr Steuern, je mehr man verdient. Und es geht, wenn man die Abgaben dazurechnet, ganz schnell über 50 Prozent von meinem Verdienst – der ist dann einfach weg. Man kann es aber schaffen, in dem man einen Teil seines Verdienstes auf der Seite der Körperschaftssteuer versteuert.

„Dort hat man eine Flatrate von nur 15 Prozent. Und das ist gigantisch gut für den Vermögensaufbau.“

Unternehmer gehen ja nicht zwingend immer besonders gerne zum Steuerberater. Ist das bei Ihnen anders, weil man weiß, dass Sie die richtigen Weg sehr genau kennen?

Die meisten Mandanten kommen zu mir und sagen: Ich habe zwar einen Steuerberater, aber der berät überhaupt nicht. Der macht halt meine Steuern, mehr nicht. Aber das ist auch verständlich. Denn der Beruf des Steuerberaters ist ja so entstanden: In der Zeit nach dem Krieg war die Steuerverwaltung erst im Aufbau und der Beruf hieß damals noch Steuerbevollmächtigter. Diese Personen hatten die Aufgabe, die Vorarbeit für die Finanzbehörden zu erledigen, damit die Finanzbeamten das schneller abwickeln konnten. Ich meine aber, als Steuerberater darf man auf diesem Stand nicht stehenbleiben, sondern muss den Mandant auch wirklich beraten. Und das ist das, was das Buch anbietet. Damit man sieht, welche Möglichkeiten es gibt, um es im Anschluss von seinem Steuerberater umsetzen zu lassen.

Haben Sie noch Freunde beim Finanzamt?

Ja, natürlich. In meinem Buch steht nichts drin, was einem Finanzbeamten irgendwie aufstoßen würde. Ich habe bewusst es so gehalten, dass da keine Tricks oder Winkelzüge drin sind. Es sind nur die ganz offiziellen Regelungen, wie es auch gewünscht wird wie von der Finanzverwaltung. Auch Finanzbeamte fragen mich regelmäßig, warum hast du das denn so und so gemacht. Dann drücke ich ihnen mein Buch in die Hand und sie können nachlesen, was dahintersteckt.
„Steuern steuern“ war nur der Anfang, seither hat Johann C. Köber mehrere Bücher veröffentlicht. Das jüngste Werk erschien im Sommer: „Alles, was Sie über Heirat und Finanzen wissen müssen.“ Klingt wenig romantisch, soll es aber auch nicht sein. „Oftmals gehen Partner mit einer falschen Vorstellung von dem in die Ehe, was wirtschaftlich auf sie zukommt. Ich decke in dem Buch nicht den romantischen Teil ab, das stimmt, dafür aber den Part, wie man seine Finanzen und Steuern gestalten kann und sollte“, sagt der Autor. „Es macht keinen Sinn, die Augen davor zu verschließen. Beide Partner müssen wissen, was auf sie zukommt.“
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