Hilfe für Firmen in Not

Kommt ein großes Unternehmen in finanzielle Schieflage, ist die Politik meist schnell zur Stelle, um zu helfen. Doch wer hilft eigentlich den (vermeintlich) kleinen Firmen?
Wenn der Rubel beim Mittelständler nicht mehr wie gewohnt rollt, macht die Bank den Laden schnell dicht. Dabei wäre vielen Unternehmen geholfen, würde man sie in Krisensituationen richtig beraten. Bernhard Münz möchte dies ändern mit der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung*, eines Vereins oder durch eine neue Firma. Egal, welche Variante am Ende gewählt wird: Es geht darum, kleinen mittelständischen Firmen im Mittelrheinland zu helfen, wenn sie in Schieflage geraten sind. Mitstreiter sind herzlich willkommen!

„Wir erleben es doch immer wieder, erst kürzlich beim insolventen Reiseanbieter Thomas Cook: Plötzlich fließen mit Unterstützung der Politik Unsummen von Geld – und am Ende ist selbst das meistens zu wenig“, sagt Bernhard Münz. „Doch wer hilft den kleinen Unternehmen, wenn es mal nicht so läuft? Wer hilft dem Mittelständler mit 20 oder 40 Mitarbeitern? Die werden zumeist im Stich gelassen. Das möchte ich ändern. Denn auch das gehört für mich zu einer lebendigen und wertvollen Unternehmer-Kultur im Mittelrheinland dazu: Füreinander da sein und helfen, wenn jemand aus unserer Mitte in Schwierigkeiten geraten ist. Schließlich haben wir das Know-how für fundierte Hilfe doch direkt vor der heimischen Haustüre. Mit unserer Idee bringen wir Menschen, die helfen möchten, an einen Tisch.“

Und so könnte die Hilfe aussehen: Mitglieder zahlen jährlich 100 Euro als Beitrag in die noch zu gründende Gemeinschaft ein. Gerät ein Unternehmen in Schwierigkeiten, dann erhält dieses zum einen die Einlage zurück und zudem bietet die Gemeinschaft Beratung an im Wert von bis zu 10.000 Euro. „Hierzu werden dann Mitstreiter als Berater unterstützen – zum Beispiel im Bereich Strategie, Marketing, Verkauf. Ich stelle mir zudem eine aktive Unterstützung von Rechtsanwälten und bei Bankgesprächen vor“, sagt Ideengeber Bernhard Münz. „Diese Beratung wäre für das in Not geratene Unternehmen kostenfrei.“

Denn Fakt ist: Besonders in kleinen mittelständischen Betrieben sind all diese Kompetenzen in den wenigsten Fällen vorhanden, vielmehr konzentriert sich das Unternehmen auf das Kerngeschäft. Und das sind ganz oft eben nicht die oben genannten Fachbereiche. „Und einfach mal so all diese Beratungen leisten kann sich ein Unternehmen in Schwierigkeiten dann auch nicht“, erläutert Münz. „Deshalb kann man sich in einem solchen Fall an die Gemeinschaft wenden, die dann entscheidet, wie und in welchem Umfang wem geholfen werden kann.“

Über allem steht für Bernhard Münz der Gedanke eines starken Miteinanders in der Region Mittelrheinland – also im Westerwald, Taunus, Hunsrück, der Eifel und der Region Koblenz. „Wir sind so eine starke Region, wir sollten uns in schwierigen Zeiten Schützenhilfe geben. Die kleinen Mittelständler müssen wissen: Da gibt es Leute, die mir helfen, wenn ich Probleme habe.“
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